Kathrin Elfman / Blog

Lepleja: Warum »psychoaktiv« kein Werbespruch ist

Schreibt eine Leserin bei amazon zu LEPLEJA eine zwei-Sterne-Bewertung und begründet diese mit: »…hat mir Alpträume verursacht und ein beklemmendes klaustrophobisches Gefühl hinterlassen.« Das finde ich interessant, weshalb ich gerne darauf eingehen möchte.

Liebe Leserin, erstmal vielen Dank! Für Ihre Rezension und für Ihre Offenheit unbekannterweise. Dann lassen Sie uns mal gemeinsam überlegen: Auf dem Cover steht deutlich in Leuchtbuchstaben: Psychoaktiv. Auf der Rückseite steht das Fazit eines der ersten Rezensienten: »Die intelligente Antwort auf Matrix.« (Danke nochmal dafür;-)

Hatten Sie es nicht gesehen? Vielleicht haben Sie es auch nicht ernst genommen? Kann passieren. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der eindringliche Hinweis: Ja, LEPLEJA ist psychoaktiv. Und das ist kein Werbetext, sondern eine Sachinfo zum Roman, die aus gutem Grund dort platziert wurde.

Neulich sagte mir eine Redakteurin, die mir versprochen hatte, LEPLEJA zu rezensieren: »Das ist eine Nummer zu groß, sowas verstört unsere Leser, die verstehen das nicht. Da bricht ja deren Weltbild zusammen!«
Ganz ehrlich: Ist das nicht arg überheblich? Sollte man diese Entscheidung nicht den Lesern überlassen? Aber okay. LEPLEJA findet auch so seinen Weg. Und vielleicht gibt es ja doch noch den einen oder anderen Redakteur, der sich traut, den Stoff zu rezensieren.

Was bedeutet »psychoaktiv« überhaupt?

Psychoaktiv ist etwas, wenn es Ihr Unterbewusstsein triggert und stimuliert. Sei es eine Erkenntnis, ein Bild, eine Droge, ein intensives Erlebnis, Musik, Sport, Tanzen, Natur, eine Begegnung oder eben eine bestimmte Lektüre wie LEPLEJA.

Wichtig: Psychoaktiv bedeutet nicht, dass Empfindungen, Bilder oder Zustände verursacht werden! Es kann nur ausgelöst werden, was bereits beim Leser ursächlich verankert ist.

Wenn also jemand nach LEPLEJA sprüht vor Glück und ozeanische Gefühle verspürt, dann trug er diese bereits vorher in sich. Es ist sein eigenes Glück, das er da spürt, und das vielleicht durch LEPLEJA angeschubst wurde und einen Kanal ins Bewusstsein gefunden hat. Oder die finstere Seite: Alpträume. Es sind Ihre ureigenen Alpträume, liebe Leserin, Ihre ganz eigenen klaustrophobischen Zustände, die Sie schon lange in sich tragen und die nun durch LEPLEJA getriggert und aktiviert worden sein könnten.

Mir ging es ja beim Schreiben nicht anders. Ich wurde so oft mit Dingen konfrontiert, die ich mir vorher nicht mal ansatzweise vorstellen konnte. LEPLEJA enthält alles, was mich literarisch ausmacht. Ich habe jede Inspiration, die aus dem kollektiven Bewusstsein kam, ungefiltert übernommen und in literarische Motive übersetzt. Nein, keine expliziten Gewaltbeschreibungen! Auch keine sonstigen Hollywood-Impulsschocker, welche die Wahrnehming des Publikums stressen. (Der einzige Grund für die Verlagsempfehlung »ab 16« sind einige detaillierte, liebevolle Erotikszenen, die aber noch weit jenseits von Hardcore liegen.)

Wo waren wir? Ach ja, psychoaktiv. LEPLEJA wirkt auf das Unterbewusstsein und aktiviert möglicherweise Dinge, die bereits im Leser schlummern. Von glückssprühender Euphorie über klarsichtige Bewusstseins-Kühle oder auch verschüttete Erinnerungen bis hin zu alptraumhaften Beklemmungen und Erkenntnissen, dass die Dinge nicht sind, wie sie scheinen. Auf meiner Website http://www.elfman.de finden Sie Testleserstimmen, die das anschaulich beschreiben.

LEPLEJA nimmt den Leser ganz tief mit in den Kaninchenbau. Die Geschichte konfrontiert mit wuchtigen Metaphern, uralten kollektiven Ängsten, Träumen und Sehnsüchten, setzt Gedanken frei, zeichnet Bilder, die Ihnen, lieber Leser, vielleicht noch nie begegnet sind, Ihnen aber dennoch bekannt vorkommen. Warum? Weil sie aus dem kollektiven Bewusstsein stammen, mit dem wir untrennbar verbunden sind. Deshalb kann die Lektüre ebenso motivierend und euphorisierend wirken wie verstörend. Menschen, die bisher noch nie in die Nähe des Eingangs zum Kaninchenbau kamen, sollten sich LEPLEJA daher vorsichtig, neugierig und mit wachem Geist nähern.

Liebe Leserin, lieber Leser: Nutzen Sie die Chance und schauen Sie sich an, was die etwaigen Glückszustände oder auch Alpträume Ihnen zeigen wollen. Es könnte sein, dass Sie unvermutet einen interessanten, vielseitigen und wunderbaren Menschen kennenlernen: sich selbst.

Alles Liebe und beste Grüße
Ihre Kathrin Elfman

Alle Rezensionen und eine kurze Beschreibung gibt’s hier zu sehen:

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 8. Juli 2014 von in der schönste Job der Welt, gnothi seauton, Lepleja, Liebe.
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