Kurzgeschichte: Tot wie Gold

Ich wiege ungefähr zwei Tonnen und bestehe aus Basalt, Quarz und Pyroxen. Wie alt ich bin? Ein paar Millionen Jahre werden es sein. Eiszeiten schieben mich über den Globus, die Erde verschlingt mich und drückt mich wieder ans Licht. Komisches Gefühl. Aber man gewöhnt sich an vieles. Und auch wieder nicht. Diese Sehnsucht, wissen Sie... Weiterlesen →

Ich schreibe, also bin ich: Die süße Lust am Gebrauchstext

Über Texter im Greta Garbo Modus, warum Werbung ehrlicher ist als Journalismus, was Schreibkunst mit Margarine zu tun hat – und wieso Protagonisten Charlotte, Paul, Max und Lisa heißen ... Wissen Sie, wie es sich anfühlt, Drillinge auf die Welt zu bringen? Ich nicht. Muss ich auch nicht haben. Aber ich stelle mir die Erleichterung... Weiterlesen →

Nimm das, 2013:-))))

Ein feines Jahr war das! Keine Sorge, den salbungsvollen Rückblick gibt's an dieser Stelle nicht. Ich mach's wie unser Aushilfsdrummer im Video, kurz und trocken: DANKE. Liebe Freunde, Kreativkollegen, Verlagswesen, Agenturwesen, Musikwesen, Gedankenanschubser, Fragensteller, Kaffeerüberbringer, Schönklangzauberer, Offenesohrhaber. Lebensbereicherungswesen. Ob nun ein paar Schritte, S-Bahn-Stationen, Gebirgsketten oder ein Ozean zwischen uns liegen – es ist superschön, dass... Weiterlesen →

Wieso Textdesign?

Kicher ... Nun mache ich meinen Job schon über 20 Jahre, und plötzlich geistern lauter neue Bezeichnungen für ihn durch die Welt. Bezeichnungen, die irgendwie teuer klingen sollen, die aber keiner so richtig versteht. Es sind weder schöne noch treffende Bezeichnungen. Sie sind doof und denglisch. Anzutreffen bevorzugt in Werbeagenturen, Verlagen und Medienanstalten. Paradoxerweise in... Weiterlesen →

Danke, Hans Paetsch!

Heute am 7. Dezember würde er seinen 104. Geburtstag feiern: Hans Paetsch. Die wundervolle, unverwechselbare Stimme, die uns als Kinder in die Phantasiewelten von Jorinde und Joringel, das Wirtshaus zum Spessart, der kleine Muck, Ali Baba, Sindbad und Aladin samt Wunderlampe führte. Nicht zu vergessen die vielen, vielen Hörspiele von H.G. Francis, die durch Hans... Weiterlesen →

Lepleja feiert Geburtstag!

Eine existenzphilosophische Phantastik. Ein rund 600 Seiten starker Science Fiction Roman. Eine universelle Liebesgeschichte. Der Ort, an dem das entsteht, was wir »Jetzt« nennen. Und: ab sofort lieferbar! »Ihr Traum ist uns Befehl! Werden Sie Schöpfer und Geschöpf einer Welt, die bis ins Detail Ihren persönlichen Wünschen entspricht!« Kathrin Elfman LEPLEJA 2013 im Verlag King of Fools EUR 16,90 >> direkt... Weiterlesen →

Der Moment

Der Moment, in dem du aufhörst zu träumen und aufwachst und merkst, dass alles ist, wie es sein soll. So schön, so scheußlich, so seltsam profan. Pervers, banal, poetisch, rätselhaft. So falsch und kaputt, absolut vollkommen. Zeit fließt nicht, schon lange nicht mehr. Sie schmilzt sich ihren Weg durch gefrorenes Sein und bringt es in... Weiterlesen →

Textwerk: Exact

Eine ähnlich anspruchsvolle Aufgabe wie kürzlich beim Fender-Magazin, doch in einer völlig anderen Wort- und Themenwelt. Diesmal ging's um Cloud-basierte Unternehmens-Software für ERP, Buchhaltung und CRM. Der englisch-sprachige Auftritt von Exact Online nebst Produktunterlagen und Videos sollte für Deutschland adaptiert werden. Das heißt: verschiedene Roh-Übersetzungen bearbeiten, redigieren, mit dem Original abgleichen, umschreiben und so aufbereiten,... Weiterlesen →

Brief aus Carrapateira

Ein Brief, zweifelsohne. Handgeschrieben mit blauem Kuli auf herrlich kitschrosa Papier. Gefunden im Sturm auf dem Weg hinunter zum Praia do Amado. Aufgeweicht, zerfallend, aber noch vorhanden. Von wem stammen diese Zeilen? Was bedeuten sie? Und das bissige Grinsemännchen mittendrin? Wie kam das Blatt ans Meer? Aus einem Autofenster geflattert? Aus der Hosentasche gefallen? Vom... Weiterlesen →

Textwerk: Fender-Magazin

Bereits die Premiere des Fender-Magazins letztes Jahr erregte weltweit Aufsehen. Nun legt Fender noch ein Schippchen drauf und veröffentlicht die zweite Ausgabe. Ich hatte die Ehre, die komplette deutschsprachige Version betexten und redaktionell bearbeiten zu dürfen. Ein genussvoller Job, bei dem Autorin, Texterin und Musikerin in Personalunion hemmungslos in schönen Geschichten über noch schönere Gitarren... Weiterlesen →

Musik: »Draw the Line« (Milo’s Craving)

Alte Brücken, die in Kürze abgerissen werden, um neuen Platz zu machen, besitzen eine spezielle Magie. Draw the Line. Wenn es Zeit ist, Grenzen zu setzen. »Draw the Line« ist ein Outtake aus unserem Milo's Craving Album »The more you know« von 2007. Geschrieben, gesungen und produziert von mir, mit einer meisterhaft vorgetragenen Piano-Komposition von... Weiterlesen →

Musik: Hamburg Sampling-Session #7

Wenn der Medienbunker Hamburg ruft, wird's spannend. Diesmal waren Klaus P. Rausch und ich dort, um analoge Schätze abzusampeln und digital nutzbar zu machen. Mir hatte es der russische POLIVOKS von 1982 extrem angetan. Kannte ich die brachiale Höllenmaschine doch nur vom Hörensagen als: »Dafür lass ich jeden Minimoog stehen.« Und durch die ungarischen OMEGA.... Weiterlesen →

Wie ich stumme Protagonisten zum Sprechen bringe

Manchmal schraube ich tagelang an ein paar Seiten rum und komme nicht voran. Nein, keine Schreibblockade. Aber die Figuren in meinen Geschichten geben sich gelegentlich kapriziös, haben Befindlichkeiten. Schütten sich mittags Tequila in den Hals, färben sich die Haare, wollen andere Namen, eine Allergie oder ein neues Auto und weigern sich, das zu sagen, was... Weiterlesen →

Trilobiten!

Trilobiten, oder: Was dabei rauskommt, wenn ich beim Schreiben über die Kambrische Explosion überraschend von einer freundlichen Pressedame angerufen werde. »Frau Elfman, woran denken Sie beim Stichwort Erfolg? Vielleicht an Literaturpreise, Bestseller oder Weltfrieden?« »An Trilobiten.« »Trilo-was?« »Trilobiten.« »Hm, damit können unsere Leser jetzt nicht sooo viel anfangen. Was sind denn diese Trillodingens?« »Trilobiten sind... Weiterlesen →

Textwerk: Fidelity Rentenstudie 2013

Das Thema Vorsorgelücke ist nicht neu, die dazugehörende Studie aber brandaktuell. Ich durfte den vergleichsweise trockenen Sachverhalt für die Fidelity-Website in lesefreundliche Worte fassen. Ohne Fachchinesisch, mit didaktischer Führung und Call to Action. Hat wieder Spaß gemacht, merci! Kunde: Fidelity Worldwide Investment Agentur: BippesBrandão Text: Kathrin Elfman Gucken: hier

Man fragt mich Sachen

  Das Vergnügen kann auf Illusion beruhen, doch das Glück beruht allein auf der Wahrheit. (Nicolas Chamfort) Man fragt mich Sachen. Ungefragt. Behauptet, ich wüsste ziemlich viel über ziemlich Vieles. So? Fordert Antworten. Selbstverständlich. Und reagiert verschnupft, wenn ich antworte »weiß nicht.« So. Noch verschnupfter, wenn ich sage, was ich denke: »Ey, ich bin weder... Weiterlesen →

Das Universum kann nur Präsens!

Ja, es nimmt Ausmaße an, das unbedachte Daherplappern von Affirmationen mit anschließendem Gejammer darüber, dass sie Realität werden. Ein paar Beispiele, die uns allen schon begegnet sind: »Scheißmontag!« »Lieber arm und gesund als reich und krank.« »Als Künstler hat man's immer schwer.« »Das Geld geht schneller weg, als es reinkommt.« »Ich hab Probleme.« »Die da... Weiterlesen →

Kathrin spricht #1: Ich mache mir ein Bild von dir

»Alles Gedachte bleibt irreal.« Dachte Nietzsche. Und lag damit völlig falsch. Das Gedachte wird nicht nur real, es hat inzwischen sogar die göttliche Schöpfung abgelöst. Diese grelle digitale Finsternis, die uns umgibt, sie ist vollkommen. Alles, was Licht erzeugen könnte, haben wir vergessen...   http://www.youtube.com/watch?v=s75t8IozZBs »Alles Gedachte bleibt irreal.« Dachte Nietzsche. Und lag damit völlig... Weiterlesen →

Heda, kultivierte Umgangsformen!

Ich mag euch. Hab euch voll lieb. Aber ihr macht euch immer rarer. Man begegnet euch kaum noch. Das gefällt mir nicht. Wollt ihr nicht wieder Mode werden? Bitte. Wenigstens ein bisschen. An das omnipräsente »Du« im Internet habe ich mich ja inzwischen gewöhnt. Auch daran, dass es meistens klein geschrieben wird. Selbst das höflichere... Weiterlesen →

Wie, Literaturkritiker?

Heute wurde ich gefragt, wie ich zu sogenannten Literaturkritikern stehe. Als Autorin müsse ich doch, und so weiter. Meine Antwort: ungefähr so wie zu Bohnerwachs und Aufsitz-Rasenmähern. Tolle Sachen für Besitzer von XXL-Rasenflächen oder Marmorböden. Für mich als Schnuckeldachgeschossbewohner mit hundertjährigen Dielen eher uninteressant. Weshalb ich niemandem ins Popöchen krieche, um Lobhudeleien auf meine Bücher zu... Weiterlesen →

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