»Once you go excellence, you can never go back.«

Wie kann es sein, dass Menschen, die Philip K. Dick für einen Pornostar, Asimov für eine Wodkasorte, E. T. A. Hoffmann für einen Schlagersänger und Hans Dominik für den Radiomoderatoren Domian halten, in einem Verlag für utopische Literatur Entscheidungen treffen dürfen? Meine erste Zusammenarbeit mit einem Großverlag in den frühen 90ern lief geradezu bilderbuchschön ab.... Weiterlesen →

Kreativencoaching 2012: Just fake it?

von Kathrin Elfman Neulich beim Gesangslehrer. Lehrer: »Schön, dass du hier bist. Was möchtest du lernen?« Schüler: »Ich will so singen wie Xavier Naidoo.« Lehrer: »Das ist einfach. Züchte dir ein Hühnerauge und zieh enge Stiefel an.« Schüler: »???« Lehrer: »Herr Naidoo singt nicht, er jault. Ich bin aber Vocalcoach, kein Jaulcoach, tut mir leid.«... Weiterlesen →

Neuromarketing: Warum der manipulierbare Kunde eine Illusion ist

von Kathrin Elfman Das Wort an sich kann nichts dafür, dass es sich wie ein Schimmelpilz verbreitet. Es ist passiv, ein Kunstwort. Und doch, das sogenannte »Neuromarketing« gilt neuerdings als Pflichtdisziplin in meinem Beruf. Dabei sind die dahinter stehenden Wissenschaften alles andere als neu. Warum also jetzt? Und warum so simplifiziert? Hirnforschung, Psychologie, Neurobiologie und... Weiterlesen →

Danke, lieber H.G. Francis!

Er schrieb 600 Hörspiele, rund 400 Romane, erfand serienmäßig immer neue Welten, Lebewesen und Zeitzonen, erweckte Perry Rhodan zum Leben und verfasste Bücher über bedrohte Tierarten. Er war Vorbild und Inspiration für mich. Am Donnerstag starb er nun: Hans Gerhard Franciskowsky. Mit seinem »Commander Perkins« und dem Dimensionsbrecher bin ich aufgewachsen. Wie habe ich das als Kind geliebt:... Weiterlesen →

Ich seh etwas, das Du nicht siehst …

Es ist 9:30 Uhr, ich sitze in der S8 nach Hanau. Der 11. Juli 2011 ist ein warmer Sommermontag. Ich werde ihn an Bord eines mit Kali beladenen Schubverbands verbringen, den ich unter den wachsamen Augen des Kapitäns ein paar Kilometer über Main und Rhein gen Nordsee steuern darf. Noch ahne ich nicht, dass mir... Weiterlesen →

Und sie träumen von Freiheit

Sie träumen von Freiheit Weil sie keine Freiheit kennen Träumen von Wahrheit Weil sie nicht wissen, was wahr ist Sie träumen von Liebe Weil sie nicht wissen, wie sie sich anfühlt Sie fürchten sich zu Tode Wenn sie Freiheit bekommen Und Wahrheit Und Liebe Zerschlagen sie in tausend Stücke Wütend über den Verlust langgehegter Träume... Weiterlesen →

Schwer en vogue: Esoschwurbel

Es ist das next big thing des modernen Wohlstandsmenschen. Man benutzt nicht mehr seinen freien Willen und wachen Geist, sondern lässt sich von seinem »Meister, »Guru«, »Schamanen«, »Heiler«, »Lehrer« oder »Yogi« erklären, wie die Welt geht. Gut, kann man machen. Man kann sich auch eine Bratpfanne nehmen und jeden Morgen zweimal kräftig damit vor die... Weiterlesen →

Fahrscheinziehen reloaded

Tatort: ein Bahnhof im Rhein-Main-Gebiet. Ich hab's eilig, will nach Hause, hechte auf den Bahnsteig und lese »S1 Wiesbaden in 4 Minuten« in der Fahrplananzeige. Hurra. Noch schnell das Ticket ziehen, wie immer. Denkste. Das Universum hat beschlossen, mir eine Lektion in Vergänglichkeit zu erteilen. Der vertraute Fahrkartenautomat wurde durch einen Monolithen mit unheilvoll pulsierendem... Weiterlesen →

Buch des Monats

Mein Roman »Camouflage – und dann kommt die Angst« ist Buch des Monats bei BoD, freu:-) Hier ein Auszug aus dem aktuellen Newsletter: »Es ist die Durchlässigkeit der Welt, eine Ahnung, dass hinter unserer Alltagsrealität noch weitere Ebenen liegen, die Autorin Kathrin Elfman in ihrem Roman fühl- und sichtbar macht.« Hier geht's zum Buch!

Vom Geheimtipp zum Kultroman: »Camouflage – und dann kommt die Angst«

Norderstedt/Wiesbaden, Februar 2011. Rund elf Jahre nach Erstveröffentlichung erscheint der utopische Thriller »Camouflage – und dann kommt die Angst« als überarbeitete Version neu in der Edition BoD. Geschrieben von Kathrin Elfman, entdeckt von Herausgeber Vito von Eichborn, der für seine Edition nur 12 Bücher pro Jahr auswählt. »Akte X aus Wiesbaden!«, jubelte damals die BILD.... Weiterlesen →

Zur Hölle mit der Harmlosigkeit!

Auf den ersten Blick haben sie nur wenig miteinander zu tun: Buchverlage, TV-Redaktionen, A+R Büros, Agenturen, Vertriebe, Werbekunden. Hat man aber als Kreativer in relativ kurzer Zeit mit Repräsentanten dieser Gruppen Kontakt, formt sich ein merkwürdiges Bild. Überall der gleiche bedrückende Geruch. Hm. Was müffelt hier so? Ich glaube, was ich da rieche, ist die... Weiterlesen →

Sammy, ein Telefon, der Alien und ich

Heute zieht es Samantha (mit englischem th, nicht Zementa) und mich zum Hafen. Schiffe gucken. Ja, trotz der Kälte. Wir teilen uns eine Portion Pommes und beobachten die beiden Eisbrecher, die mit viel Lärm das Hafenbecken durchkreuzen. Fähren und Privatboote liegen still. Nur die Frachter und Kreuzfahrtschiffe schieben sich geräuschvoll durch die kühlschrankgroßen weißen Brocken. Auf... Weiterlesen →

Splitter #16

Heute staune ich wieder über ein paar Dinge. Zum Beispiel darüber, das ein Anagramm meines Namens die Worte »Heilkraft Mann« ergibt, das Universum zwar unendlich sein kann, aber deshalb noch lange nicht riesengroß sein muss, die Menschen, die einen auf übertriebene Art überhöhen und anhimmeln auch genau diejenigen sind, die unvermutet mit derbsten Erniedrigungen ums Eck kommen, einer Studie... Weiterlesen →

Fernsehfrei

Dieser Tage jährt sich das Steckerziehen zum dritten Mal. Drei Jahre ohne TV. Die Droge ließ sich ersatzlos und ohne Entzugserscheinungen absetzen. Vorläufige Bilanz: Aaaah, schön. Meine Synapsen erholen sich vom Schwachfug, den ich jahrelang in meine Wahrnehmung sickern ließ. Positive Nebenwirkungen: geschärfte Wahrnehmung, effizienteres Arbeitsverhalten, besserer Schlaf, erheblich gesteigerte Kreativität, erhöhte Konzentration. So ähnlich stelle... Weiterlesen →

Und es ward Licht

Kreativität wörtlich genommen: In Brasilien hatte ein Mann namens Alfredo Moser es satt, stromausfallbedingt im Dunkeln zu sitzen. Und erfand eine Technik, mit der sich Sonnenlicht in fensterlose Behausungen transportieren lässt! Düster für Stromkonzerne, paradiesisch für Menschen, denn die Erleuchtung kostet nichts außer einer Wasserflasche, einer alten Filmdose und bissl Muskelschmalz...  

Wenn Wünsche wahr werden

Sternschnuppenzeit. Schnell, wünsch dir was! Es plaudert sich so leicht dahin, sehnsuchtsvoll, möchtegern. Hätt’ so gerne. Wenn doch nur. Man könnte, müsste. Wenn ich reich wäre. Wenn ich Zeit hätte. Glückskekswünsche. Horoskopwünsche. Bleigießwünsche. Wimperwegpustwünsche. Im Wünschen sind wir Weltmeister. Komische Sache, erster Akt. Zweiter Akt, nicht minder komisch: Wenn sie in Erfüllung gehen, bleibt bei... Weiterlesen →

Ich mache mir ein Bild von dir

Mancher Autor wird zum Experten für ein Fachgebiet, weil er es studiert. Andere werden aufgrund einschneidender Erfahrungen mit einem Thema konfrontiert, gehen der Sache auf den Grund und erkennen darin einen Schlüssel zum Perspektivenwechsel. Mein Thema heißt »Liebe, Beziehungen und metasoziale Implikationen in virtuellen sozialen Netzwerken sowie Abstraktion emotionaler Strukturen im Web 2.0«. Höchst spannend,... Weiterlesen →

Liebe, Geist und Wortgelumpe

von Kathrin Elfman ...oder: Warum Evolution (k)ein Aprilscherz ist. Glaubt man der konventionellen Wissenschaft, so sind vor anderthalb Millionen Jahren eine Reihe phantastischer Dinge geschehen, denn: Der Mensch fand heraus, dass die Fortbewegung auf Händen und Füßen öde sei und stand auf! Beflügelt von der neuen Aussicht fand er außerdem heraus, dass es einen Unterschied zwischen... Weiterlesen →

Krise? Welche Krise?

Wir müssen die aktuelle Lage in der Tiefe begreifen. Watisn stratejisch herjeleitete Kaufimpuls? Da stelle mer uns janz dumm. Un sage so: Der Kaufentscheidung geht heute ein anderer Prozess voraus als noch in den 90ern. Die Aktion-Reaktion-Mechanik hat sich verschoben. Dass viele Menschen in Deutschland derzeit die Auswirkungen einer von fremd- und inländischen Führungskräften herbeigewirtschafteten Krise... Weiterlesen →

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