Dankeschön!

Wie fein, der Äther verliert nichts: Aus den Tiefen meines Archivs tauchte heute ein Artikel im Wiesbadener Kurier vom 5. Juli 2010 mit dem Titel »Science Fiction und Erotik« auf, den ich mit Vergnügen hier verlinke. Danke an Julia Anderton für das ausführliche Gespräch und den schönen Text, es war mir eine Freude!

Splitter #16

Heute staune ich wieder über ein paar Dinge. Zum Beispiel darüber, das ein Anagramm meines Namens die Worte »Heilkraft Mann« ergibt, das Universum zwar unendlich sein kann, aber deshalb noch lange nicht riesengroß sein muss, die Menschen, die einen auf übertriebene Art überhöhen und anhimmeln auch genau diejenigen sind, die unvermutet mit derbsten Erniedrigungen ums Eck kommen, einer Studie... Weiterlesen →

Neues vom Verbindungsblasebalg

Das Web 2.0 ist bauartbedingt lustig. Weil es täglich neue, vollpfostige Wortschöpfungen hervorbringt und zu einer bunten, leider partiell unverständlichen Kommunikations-Instantbrühe verrührt. Immer wieder gerne genommen: Phishing-Versuche via Übersetzungsroboter. Da werden Kundenanschreiben seriöser Firmen imitiert, z.B. die von Banken oder Geschäftskunden-Portalen, um unsereins dazu zu veranlassen, auf die integrierten Links zu klicken und Logindaten einzugeben.... Weiterlesen →

Zen ist keine Räucherstäbchensorte

Samstagnachmittag. Synchronizität. Ein islamischer Wanderprediger fällt in Wiesbaden ein, schart Hundertschaften in den Reisingeranlagen um sich und fordert zur Gewalt gegen Christen und Juden auf. Grusel. Noch am selben Tag lerne ich neues aus erster Hand über die faschistoiden Strukturen einer pseudochristlichen Glaubensgemeinschaft, finde im Briefkasten ein Flugblatt der Zeugen Jehovas und werde in der... Weiterlesen →

Wie man sich verliert

Als ich 12 Jahre alt war, habe ich »Das schwarze Loch« in West-Berlin im Kino gesehen, rund 650 Kilometer fern der süddeutschen Heimat. Es handelt sich um phantastische Science Fiction, die heute als Kultfilm gilt, damals aber im Star-Wars-Fahrwasser unterging. Für mich ein eindrucksvolles Erlebnis. Einmal der Inszenierung wegen, auch wegen der großartigen Musik von... Weiterlesen →

SEO, oder: der Texter als Maschinenpfleger

Jobs abzulehnen tut in diesen Zeiten ein bisschen weh. Ist aber in Einzelfällen notwendig. Genau wie es notwendig ist, ab und zu über das eigene Berufsbild zu reflektieren und sich zu fragen, ob aktuelles Tagewerk und Traumberuf inzwischen so nahe beieinander liegen wie Kartoffeldruck und Atomphysik. Ich bin spießig und stehe auf Kongruenz im Wollen... Weiterlesen →

Nen Anregung zu K14

Frage, denn ich fürchte, das diesbezügliche Memo habe ich nicht bekommen: Ist die omnipräsente Falschverwendung von »nen« inzwischen salonfähig? Selbst in etablierten Magazinen und Tageszeitungen lese ich Wurpselschnurz vom Schlage »Jeff Bridges ist nen toller Schauspieler«, »oh Mist, das ist nen Rotweinfleck«, »magst nen Schlückchen?« oder »Manu ist echt nen Arsch!« *Doziermodus ein*: Die Silbe... Weiterlesen →

Ich mache mir ein Bild von dir

Mancher Autor wird zum Experten für ein Fachgebiet, weil er es studiert. Andere werden aufgrund einschneidender Erfahrungen mit einem Thema konfrontiert, gehen der Sache auf den Grund und erkennen darin einen Schlüssel zum Perspektivenwechsel. Mein Thema heißt »Liebe, Beziehungen und metasoziale Implikationen in virtuellen sozialen Netzwerken sowie Abstraktion emotionaler Strukturen im Web 2.0«. Höchst spannend,... Weiterlesen →

Statt Mappegucken

Einer der schönsten Aspekte des Texterdaseins ist es, immer wieder neue Kunden und Kollegen kennenlernen zu dürfen. Weniger schön finde ich, dass in manchen Agenturen noch Rituale praktiziert werden, die bereits vor der Y2K-Party als kontraproduktiv erkannt wurden. Honorarfreie Pitches beispielsweise. Planlose Kreation ohne Strategie. Und: Mappegucken. Ja, ich habe mich während der vergangenen zwei Jahrzehnte... Weiterlesen →

Ein Mord in Gedanken spart den Gang zum Psychiater

Dieser weise Satz stammt nicht von mir. Er bildete den Schlusspunkt des Bühnenprogramms von Dagmar Schönleber, deren kreatives Schaffen ich jedem ans Herz legen möchte, der sich bei aktuellen, massenmedial promoteten Lustigsachen irgendwie randgruppig fühlt. Wir leben ja in einer Zeit des Etikettenschwindels, der Mario Barth als witzig deklariert, Computergeraschel als Musik, Sexkontakte als Seelenverwandtschaften, vergrabene... Weiterlesen →

Das gute alte Briefgeheimnis

Wie schön, wenn man sich per Mail austauschen kann. Schneller als ein Brief, und oft konkreter als ein Telefonat. Privat wie geschäftlich. Bei Plattform-übergreifender Zusammenarbeit oder in CMS-Netzwerken spart das einvernehmliche Copy-Pasten bzw. Weiterreichen einer Mail im Idealfall sogar ein komplettes Meeting. Yippieh. Unlustig wird die Sache, wenn Sender und Empfänger privater Mail-Briefe völlig unterschiedliche... Weiterlesen →

Spam als Identitätskrisenprophylaxe

An manchen Tagen wacht auch der organisierteste Mensch morgens auf und weiß erstmal irgendwie nichts. Inklusive Rätselraten, welcher Wochentag in welchem Jahr grade ist. Ist menschlich, passiert mir auch. Besonders nach einer durchgearbeiteten Nacht mit anschließender kurzer, aber heftiger REM-Phase habe ich so meine Probleme mit dem Wieder-Einfädeln in das allgemeingültige Raum-Zeit-Dingens. Wie schön, dass... Weiterlesen →

Wer f****n will, muss freundlich sein?

Manchmal denke ich, das Web 2.0 wurde vor allem für Menschen ohne erlebte Pubertät erfunden. Klassenübergreifend, vom 21jährigen Nerd bis zur 50+ Hausfrau wird auf so ziemlich jeder Plattform über gemeinsames Inbetriebnehmen primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale gechattet. So anschaulich, dass man schon beim versehentlichen Reinlesen klebrige Hände bekommt. Klick und weg. (Randnotiz #1: Okay, es... Weiterlesen →

Liebe, Geist und Wortgelumpe

von Kathrin Elfman ...oder: Warum Evolution (k)ein Aprilscherz ist. Glaubt man der konventionellen Wissenschaft, so sind vor anderthalb Millionen Jahren eine Reihe phantastischer Dinge geschehen, denn: Der Mensch fand heraus, dass die Fortbewegung auf Händen und Füßen öde sei und stand auf! Beflügelt von der neuen Aussicht fand er außerdem heraus, dass es einen Unterschied zwischen... Weiterlesen →

Krise? Welche Krise?

Wir müssen die aktuelle Lage in der Tiefe begreifen. Watisn stratejisch herjeleitete Kaufimpuls? Da stelle mer uns janz dumm. Un sage so: Der Kaufentscheidung geht heute ein anderer Prozess voraus als noch in den 90ern. Die Aktion-Reaktion-Mechanik hat sich verschoben. Dass viele Menschen in Deutschland derzeit die Auswirkungen einer von fremd- und inländischen Führungskräften herbeigewirtschafteten Krise... Weiterlesen →

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