Abba und der Achtsamkeitsterror, oder: Drei Wörter, mit denen du garantiert unseriös wirkst

Als Kind mochte ich die Musik von Abba. Besonders das Intervallgesinge der beiden Frauen mit ihrem schnellen Zirkusorgel-Vibrato und Oma-Terz in jedem Refrain. So schön schmalzig-durig. Genau das quillt mir heute zu den Ohren raus, und ich werde aggressiv, wenn ich nur den Anfang von »Dancing Queen« höre. Rrrrraaaah, mach aus. Schade eigentlich. Aber das... Weiterlesen →

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…und dann zeigt dir das Leben, wohin du dir deine tolle Strategie schieben kannst.

Trotz Medienkrise mit sinkenden Absatzzahlen feiert ein bestimmtes e-Book-Segment derzeit exorbitante Erfolge: Benimmratgeber. Ob fürs Geschäftsleben oder privat, ob Blind Date, Bewerbungsgespräch oder Galadinner – irgendein schlauer Mensch weiß immer ganz genau, wie man sich da jeweils zu benehmen hat und schreibt's hin. So sind auch für die digitale Kommunikation per Social Media und E-Mails... Weiterlesen →

»Benimm dich doch mal altersgemäß!«

Ratschläge von Menschen, die in Rock'n'Roll freien Zonen leben, sind so eine Sache. Die meisten Sätze lasse ich an mir vorbeirutschen. Manche sind aber so absurd, dass sie mir zwischen den Synapsen steckenbleiben und Gedanken anschubsen. »Benimm dich altersgemäß«, oder auf Englisch »act your age« zum Beispiel. Ja, sowas äußern Menschen in einem ulkigen Paralleluniversum... Weiterlesen →

Saftflaschen, Sex und Wahlk(r)ampf

Heute ist ein großer Tag. Ich habe herausgefunden, warum im Kühlschrank das Licht ausgeht, wenn man die Tür zumacht: damit die gekühlten Produkte beim Anblick ihrer Beschriftungen nicht suizidal werden. Frühstück, yeah. Heute zur Abwechslung mit frischem Granatapfelsaft. Spontan aus dem Kühlregal mitgenommen. Was ich nicht wusste: Granatäpfel scheinen in einer Identitätskrise zu stecken. Es... Weiterlesen →

Derfschein für alles mit scharf, oder: Warum eine Arschgeige keine Gesäßvioline sein will.

Plato ging davon aus, dass 95 Prozent des Universums von einer klaren Ordnung und Vernunft beherrscht werden, die restlichen fünf Prozent aber ziemlich auf Krawall gebürstet sind und die kosmische Ordnung stören. Ich mag den Gedanken. In der Praxis stelle ich mir das so vor: Diese fünf Prozent kommen nachts um halb vier aus der Kneipe,... Weiterlesen →

»Wenn du Scheiße laberst, dann laber DEINE Scheiße. Keine Copy-Paste-Scheiße irgendwelcher Idioten!«

Das Dialogfragment stammt von zwei jungen Männern, deren Unterhaltung ich neulich in der S-Bahn mithören durfte. Gefällt mir. Es enthält Klarheit und Wahrheit, die ich in unserer politisch korrekt zurechtgedengelten Gesprächskultur oft vermisse. »Meine eigene Scheiße? Alter, was meinst du?« »Was ICH meine? Ich will wissen, was DU meinst.« »Hab ich doch grade gesagt.« »Nee,... Weiterlesen →

11 Tricks, auf die man reinfallen kann, aber nicht muss.

Paradox: Es gibt Kreative, die Texttafeln wie »I am an artist, that does not mean I work for free« herumreichen und dennoch genau das machen: gratis arbeiten. Warum? Tasten wir uns an die Antwort ran. Eines der vielen Pläsierchen des Menschseins ist unserer Drang, originäre Kunst zu erschaffen. Ohne Literatur, Geschichten, Lieder und Musik wären... Weiterlesen →

Der Glücksterror: 7 Empfehlungen für Gutfühl ohne -ismus

Nach Veganismus und Petitionismus ist Glücklichsein der angesagte -ismus in der weberelevanten Zielgruppe. Wer nicht mit ein paar Kilo Esoterikbüchern, Coachings, Meditation und Autosuggestion am persönlichen Mind Control Programm arbeitet, ist raus. Glücklichsein scheint keine freiwillige Privatsache mehr zu sein, sondern eine öffentlich zu erbringende Leistung. Wie konnte das passieren? Wann wurde aus einem entspannt-lebensfrohen »alles... Weiterlesen →

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