Du bist enttarnt!

Ein vorgezogener Rückblick auf 2020.

»Wie kannst du so optimistisch sein bei dem Chaos ringsrum?« fragt mich eine Kollegin und schaut mich mit großen Kinderaugen an. Nicht zum ersten Mal. Ich spare mir die Antwort, denn sie würde der Fragestellerin nicht weiterhelfen. Ich bin nämlich nicht optimistisch. Ich bin einfach Realist. 

Wie, was Realist? Als Künstlerin und Kreative willst du Realist sein? Im Leben nicht.

Im Leben doch. Wörtlich sogar. Haha, danke für die Steilvorlage!

Um das zu verdeutlichen, gehe ich kurz ein paar Tausend Jahre in der Geschichte zurück, denn da gab es etwas, das uns im Laufe zivilisatorischer Prozesse leider abhanden gekommen ist. Weshalb wir aktuell knietief in der Gülle waten. Immerhin, nur knietief. Das Leben ist freundlich und meuchelt uns nicht gleich. Es gibt uns viele, viele Chancen, etwas zu lernen und zu wachsen. Statt immer höhere Gummistiefel zu kaufen und so zu tun, als sei knietiefes Güllewaten das »neue Normal«, können wir auch die Gülle wegschaufeln und unser Leben wieder in Ordnung bringen. Ich wär dafür. Aber der Reihe nach.

Alles was du verdrängst, kommt mit Macht zurück. (Ja, alles.) 

Die Germanen waren ein skurriles schlaues Völkchen. Sie wussten etwas, das unsere verweichlichte, denaturierte, durchgegenderte Gesellschaft vergessen hat: Alles was du verdrängst, kommt mit Macht zurück. Auf diesem Prinzip beruht die Entstehung und Weiterentwicklung unserer heutigen Sprache. Am Anfang war das Wort. Benenne die Realität so präzise und wahrheitsgemäß wie möglich, dann verfeinert sich gleichzeitig auch deine Wahrnehmung, und dein Wort bekommt eine geradezu magische Schöpfungskraft.

Noch heute gibt es Mediziner, die das Entstehen von Krebstumoren gemäß dieser Erkenntnis auf verdrängte, unausgesprochene Konflikte zurückführen. Ich persönlich stehe allzu esoterischen Erklärungsmodellen in der Medizin eher skeptisch-differenzierend gegenüber, dem Grundsatz jedoch stimme ich uneingeschränkt zu: Wenn Eigenschaften, Gedanken, Sachverhalte, Lebenselemente totgeschwiegen, unterdrückt, ausgelagert, falsch benannt, abgeklemmt oder weggelogen werden, dann verselbständigen sie sich. Verstärken sich in ihrem unfreiwilligen Exil im Unterbewusstsein so lange, bis sie als zornige schlagkräftige Armee zurückkehren, um ihren Platz wieder einzufordern. 

Das Leben schleudert uns einige ausgelagerte, weggelogene Themen knüppelhart in die Fresse. Familienzusammenhalt, Loyalität, Freundschaft. Eigenverantwortung, Gegenwehr und Abgrenzung gegen Übergriffe und Unterdrückung. Menschliche Souveränität gegenüber künstlichen respektive institutionellen Autoritäten. Selbstbestimmung über das eigene körperliche und geistige Wohl. Diese und viele weitere Eigenschaften wurden uns in den letzten Jahrzehnten gründlich aberzogen, oder vielmehr: Wir haben sie uns aberziehen lassen, aus Bequemlichkeit. War ja auch sehr gemütlich, im Ganzen gesehen.

Der verschlafene Weckruf 2015.

Das Leben ist nett. Man kann ihm nicht vorwerfen, uns nicht gewarnt zu haben. 2015 hätten wir aufwachen können. Durch den breiten Zustrom kulturfremder Mitmenschen bekamen wir vorgeführt, wie es ist, wenn jemand sich nicht von unseren künstlichen Regeln dominieren lässt, sondern macht, was er will. Fremde Menschen bringen unser bequemes Nest durcheinander, stellen unsere künstlichen Autoritäten in Frage, lassen sich weder von Uniformen noch Paragrafen beeindrucken, setzen sich über unsere Gewohnheiten und Strukturen hinweg und führen uns unmissverständlich vor, dass wir als fremdbestimmte autoritäts- und systemhörige Wesen kaum noch selbständig lebensfähig sind. Aber statt zu erkennen, dass manche der »bösen« Features der Fremden uns wichtige Teile des Lebens vor Augen führen, und aus dieser Erkenntnis zu lernen, drückt der Michl die Snooze-Taste, schläft noch eine Runde und stilisiert im Traum den Fremden pauschal zum Feindbild, der ja nur unsere Sozialkassen plündern will. Schade eigentlich. Die Chance hätte man besser nutzen können. 

Der Weckruf 2020.

Fünf Jahre später kommt nun Corona, und diesmal gibt’s keine Snooze-Taste mehr. Dafür eine zweite Chance, endlich wach zu werden. Wieder werden wir damit konfrontiert, was passiert, wenn wir einer imaginären Autorität die Verfügungsgewalt über unser Leben anvertrauen. Diesmal werden wir so hart in den Arsch gefickt, dass uns der Schmodder zu den Nasenlöchern wieder rausläuft und die Sperenzchen mancher neuen Mitbürger im Vergleich wie ein Besuch im Streichelzoo wirken. Aber scheinbar ist es immer noch nicht hart genug? Oder wie ist es zu erklären, dass die Mehrheit immer noch devot dem Marschbefehl folgt, statt endlich selber zu denken? 

Ob willkürliche Bewegungs- und Kontaktverbote, Hausarrest, Gesichtsverhüllung, Arbeits- und Berufsverbot sowie Eingriffe in privateste Lebensbereiche – keine sogenannte Maßnahme scheint geisteskrank, unwissenschaftlich und grotesk genug zu sein, um endlich gesunde Abgrenzung zu betreiben, NEIN zu sagen und den Rücken grade zu machen.

Der infantilisierte Gutbürger geht auf die Knie und hält brav den Arsch hin. Mehr noch, er nutzt jede Gelegenheit, zum Mittäter zu werden und anderen zu schaden.

Ob als Hobby-Blockwart, der Nachbarn anzeigt, weil sie sich nicht an sogenannte »Corona-Regeln« halten. Oder als Lehrer, der mit sadistischem Vergnügen im Dezember eine ganze Schulklasse bei Minusgraden und offenen Fenstern einer Lungenentzündung entgegen frieren lässt und sich anschließend mit dem legendären Mauerschützen-Spruch »ich hab doch nur Anweisungen befolgt« von jeder Verantwortung freizusprechen versucht. Oder als Türsteher vor dem Supermarkt, der auf eine Seniorin losgeht, die aus gesundheitlichen Gründen weder Maske noch Plastikschild trägt und deshalb kein Essen mehr einkaufen darf. Oder als Patchwürg-Familie, deren verlogene Strukturen in sich zusammenfallen, weil der eine oder andere in diesem Konstrukt selbständig denkt, statt der Corona-Religion beizutreten, und plötzlich von den anderen »aussortiert« und geschnitten wird. 

Am meisten genießt es der Gutbürger, sich selbst zu schaden.

In masochistisch anmutender Unterwürfigkeit opfert er wie ein Sektenjünger seine Existenz auf dem Altar der Corona-Religion. Mit wahnhafter Hingabe zerstört seine Berufstätigkeit, seine Gesundheit, seine Familie, seine Kinder, seine sozialen Kontakte und lässt nichts unversucht, sich selbst so krank und schwach wie nur möglich zu machen. Körperlich, seelisch, geistig und spirituell. Am liebsten läge der folgsame Untertan im Matrix-Kokon, vollverkabelt und passiv, bewegungslos vor sich hin träumend. So bequem und kuschlig. Es gibt nur eine Situation, in der er noch sowas wie Aktivität entwickelt: Wenn er versehentlich auf freiheitsliebende, wache Menschen trifft, die weder suizidal noch unterwürfig sind. Hui, da sagt er brav alle Propaganda-Parolen auf, die ihm der digitale Lobotomisierer ins Resthirn gepflanzt hat. Brav. Gibt ein Fleißbildchen vom Guru, äh, von Stalin, nein, ich meine natürlich vom Großen Bruder.

Und warum?

Kurz gesagt: Alles, was bisher nur im Verborgenen, klammheimlich, gut getarnt stattfand, kommt nun mit Wucht ans Licht. Auch die charakterliche Scheußlichkeit der willigen Untertanen. Weil es nun mal ein Teil des Lebens ist. Darum.

Ich höre derzeit von Freunden und Kollegen manchmal hilflose Sätze wie »die Menschen um mich wirken wie Fratzenzombies aus einem Horrorfilm, spinnen die plötzlich alle?«

Gut erkannt! Die Antwort darauf steckt in der Frage: Ja, sie spinnen, aber nicht »plötzlich.« Die waren schon immer so. Man hat es nur nicht gesehen, weil sie sich all die Jahre hinter einer bürgerlichen Fassade und den  Pappkulissen einer imaginären Autorität verstecken konnten. Die Corona-Kampagne hat diese Tarnung fachgerecht zermörsert; alles Künstliche zerfällt und löst sich auf. In den Trümmern gibt es keine Verstecke für Heuchler und Schauspieler mehr. Jetzt sieht man die Menschen in ihrer wahren Gestalt. In all ihrer Verlogenheit, Perversion, Bösartigkeit. (Übrigens auch in ihrer Schönheit und Stärke, Klammer zu.)

Ob Politiker-Darsteller, NGO-Psychopathen, uniformierte Vollstrecker, Medien-Figuren oder der unauffällige Spießer von nebenan: Man sieht sie ohne Maske (Kalauer beabsichtigt) in ihrer wahren Gestalt. Die toxischen Agitatoren und Lügner, Denunzianten und Diffamierer, die Sadisten, Betrüger, Pädophilen, Verbrecher, Machtmissbraucher und Psychopathen – sie sind enttarnt. Und das ist der erste Schritt zur Heilung. 

Heilung. Komisch, das Wort, nicht? Wenn man gar nicht weiß, dass man verwundet ist, dann weiß man auch nicht, wo etwas heilen und »ganz« werden muss…

Kommen wir zum erfreulichen Teil der Show.

Das Prinzip des Lebens wirkt in alle Richtungen. Man sieht jetzt nicht nur die Hässlichkeit der Menschen in all ihrer Scheußlichkeit, man sieht auch die Schönheit, die Klarheit, die geistige Strahlkraft und die Liebe der Menschen. Wenn ich sage, es kommt ALLES ans Licht, dann meine ich das wörtlich. 

Was können wir tun? Nicht viel, was das Außen angeht. Aber in uns selbst gibt’s viel zu tun. Innenschau, Soulsearching, Selbstreflektion, man kann es nennen, wie man will. Aber an einem sehr gründlichen Blick in die bisher unbeleuchteten Keller und Abstellräume des eigenen Selbst kommt man in diesen Tagen nicht mehr vorbei. Wer in den vergangenen Jahren oder Jahrzehnten bereits durch das Gnothi Seauton Fegefeuer gegangen ist, bleibt in diesen Tagen und Monaten relativ gelassen. Aber auch diejenigen, die jetzt zum ersten Mal damit konfrontiert werden, dass die Dinge ganz anders sind, als man ihnen erzählt hat, können diese Chance nutzen. Hinschauen. Wahrnehmen. Aus dem von außen aufgezwungenen Loop aus Trigger-Reaktion-Trigger-Reaktion aussteigen, die Glotze ausschalten und die Lufthoheit über die eigenen Gedanken, Wesens-Aspekte und Wahrnehmungen wieder erlangen. Nach dem Motto: »Du kannst die Wellen nicht ändern, aber du kannst surfen lernen.« 

Die Menschen werden endlich die, die sie sind. Ob sie wollen oder nicht, und keiner kann sich davor drücken. Akzeptiert es, genießt es, werdet wach. Kommt in eure wahre Größe und Kraft – und liebt euch. Eine andere Chance haben wir nicht. Ich finde, das hat was.

Kommt gut rüber, wir sehen uns bald!

Text: Kathrin Elfman © Dezember 2020

Foto: Pixabay.

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3 Kommentare zu „Du bist enttarnt!

Gib deinen ab

  1. …und wieder einmal brillant und den Nagel hundertprozentig auf den Kopf getroffen 🙂
    Das wirklich Schlimme ist, dass das wahrscheinlich wieder nur diejenigen lesen werden, die das zumindest schon einmal ahnen.
    Denen es wirklich eine alternative Sichtweise eröffnen würde, trauen sich nicht aus der hirnbefreiten Komfort-Zone und starren bequemer Weise lieber weiter auf das Schattentheater an der Wand. Eine Runde Gelebtwerden für alle!

  2. Eine Wohltat das zu lesen! In einer Zeit in der sich die Medien darauf beschränken, in schwammigen Allgemeinplätzen herumzurühren und nur Panik erzeugen, beschreiben Sie in einer absolut ungewöhnlichen Tonalität neue Perspektiven. Jeder Satz klingt nach Freiheit. Danke dafür.

    1. „Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition.“ (Johann Nepomuk Nestroy)

      Dagegen hilft nur Kommunikation mit dem Ziel der Möglichkeiten in geistig-heilendem Selbst- und Massenbewusstsein, doch welch „individualbewusster“ Wohlstands-/Gewohnheitsmensch will/kann das schon, wo materialistische Bewusstseinsbetäubung/Krücken so schön ist/sind.

      Ja, es kommt alles ans/ins Licht, im wahrsten Sinne der Worte! 😎

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