Lepleja feiert Geburtstag!

Eine existenzphilosophische Phantastik. Ein rund 600 Seiten starker Science Fiction Roman. Eine universelle Liebesgeschichte. Der Ort, an dem das entsteht, was wir »Jetzt« nennen. Und: ab sofort lieferbar!

»Ihr Traum ist uns Befehl! Werden Sie Schöpfer und Geschöpf einer Welt, die bis ins Detail Ihren persönlichen Wünschen entspricht!«

Kathrin Elfman LEPLEJA
2013 im Verlag King of Fools EUR 16,90

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>> bestellen beim Verlag King of Fools

>> Klappentext, Story, Fotos auf http://www.elfman.de

lepleja_Titelbild

 

Klappentext Lepleja

Die Wirklichkeit ist in unendlich viele Fragmente zersplittert, der Mensch hat aufgehört zu existieren. Übrig blieb ein körperloses Hyperbewusstsein. Wie konnte das passieren? Diese Frage stellen sich Azurat und Mphaat – und reinkarnieren im hochtechnisierten Deutschland.

Transportbänder durchziehen das Rhein-Main-Gebiet, das Wetter wird ferngesteuert, Echsen und blaue Riesenspinnen gehören zum Stadtbild. Unter den Straßen erstreckt sich ein gigantisches Ganglabyrinth mit eigenem Bewusstsein. Die mächtige M8-Behörde und das Computersystem CogitOS sorgen für lückenlose Kontrolle aller Lebensbereiche. Mittendrin das Institut für Kryostasis und Quantenneurologie IfK-Q. Hier entwickeln die Wissenschaftler Gray, Zack, Arièle und Anne eine Technik, mit der sich das Bewusstsein aus dem Gehirn extrahieren und als Baumaterial für alternative Wirklichkeiten nutzen lässt.

»Ihr Traum ist uns Befehl! Werden Sie Schöpfer und Geschöpf einer Welt, die bis ins Detail Ihren persönlichen Wünschen entspricht!«

Hunderttausende Kunden buchen das Angebot. Mit fatalen Folgen. Die widersprüchlichen Realitätsvarianten erzeugen Paradoxien, zerstören die vermeintliche Realität und bringen das zum Vorschein, was dahinter liegt: Lepleja. Den Ort, an dem alles entsteht, was wir »Jetzt« nennen …

Danke!

Bei Ulla für den Kontakt zum Label »King of Fools« samt unerschrockenem Verleger Peter Bockelbrink. Bei Steffi für ihr unschätzbar wertvolles Feedback zur allerersten Manuskriptfassung. Bei Thomas, der selbst dann an mich geglaubt hat, als ich von Rückschlägen angerempelt aufgeben wollte. Bei meinen Kollegen und Testlesern, die schon bei myspace die Entstehung von Lepleja mitverfolgt und unterstützt haben. Und bei meinem wunderbaren Mann Klaus P. Rausch, ohne den LEPLEJA nicht entstanden wäre. Danke.

Kleine Pitch-Anekdote 😉

»Wie kann es sein, dass Menschen, die Philip K. Dick für einen Pornostar, Asimov für eine Wodkasorte und E. T. A. Hoffmann für einen Schlagersänger halten, in einem Verlag für utopische Literatur Entscheidungen treffen dürfen?«

Rückblende 2011. Das Manuskript ist fertig. Da meine Stammverlage leider keine deutschsprachige Phantastik im Programm haben, stürzte ich mich fröhlich in den Pitch-Wahnsinn, um den passenden Verlagspartner zu finden. Und, hurra: Schon in der ersten Runde erklärte ein deutscher Großverlag, den Roman haben zu wollen. Obwohl 1,3 Millionen Zeichen dick, den genretypischen Anspruch an die Lesersynapsen in sich tragend und gekoppelt an meine Bedingung, dass ich die Story keinesfalls auf RTL-Kompatibilität downsizen würde.

Meeting zu viert. Lektorin Mitte 20, ein schüchterner Praktikant sowie die erkennbar desinteressierte Programmchefin et moi. Der Produktmanager ist ein Fan deutschsprachiger Sci-Fi, jedoch nicht anwesend. Was ich nach den ersten zehn Minuten auch gerne über mich sagen würde. Aber als Autor ist man bauartbedingt scharf auf Major-Deals, also bleibe ich tapfer.

Lektorin: »Toll, Frau Elfman, eine ganz tolle Geschichte!«
Ich: »Ja.«
Lektorin: »Mir fehlt da nur noch der Twilight-Approach, so leicht vampirmäßig.«
Ich: »Lepleja ist High Profile Science Fiction für Erwachsene mit intakten Gehirnzellen …«
Lektorin: »Sowas wie Matrix, ich weiß.«
Ich: »Anspruchsvoller. Non-linear, pluralistisch, keine festgelegte Erzähler-Perspektive. Strukturell ähnlich wie Ubik von Philip K. Dick. Oder Mächte des Wahns…«
Lektorin: »Dick, der Pornostar?«
Ich: »Dick, der Sci-Fi-Autor.«
Lektorin:»Nie gehört.«
Ich: »Schrieb die Romane zu Matrix, Blade Runner, Minority Report, Total Recall und anderen Filmen.«
Lektorin: »Ach, der mit Schwarzenegger? Den hatten meine Eltern als Video, hab ihn nie gesehen.«
Ich: »….%&@§*….«
Lektorin: »Jedenfalls, verschiedene Realitäts-Ebenen, das verstehen die Leser nicht. Und dieses, wie heißt das, Frequenzmodulation? Das muss man anders nennen, wir haben ja nicht alle Physik studiert, hihi.«
Ich halte mich an meiner Kaffeetasse fest, unterdrücke unfeine Vokabeln und wünsche mir eine volle Flasche Patrón. Dieses Meeting schimmelt. Ich könnte auch ein Buch über artgerecht gezupftes Hydrauliköl präsentieren.

Lektorin: »Sagen Sie, wann ist die erste Sexszene? Ich weiß, dass Sie ganz tolle Porno-Romane schreiben, da bin ich ja schon ganz gesp…«
Ich: »Genau dort, wo sie hingehört. Vor dem ersten Plot im ersten Drittel.«
Lektorin: »Nee, das muss früher. Bringen Sie was mit BDSM, direkt am Anfang.«
Ich: »Direkt am Anfang sind wir im Hyperbewusstsein. Mphaat und Azurat. Die Identitäten, die beschließen zu reinkarnieren. Die haben eher weniger Sex, so noch ganz ohne Körper …«
Lektorin: »Ach ja, richtig. Aber das brauchen wir. Damit ziehen wir den Leser rein.«
Ich: »Sie erinnern sich an den Plot der Story? Ellie und Gray? Arièle und Zack?«
Lektorin: »Ja, nur dieses Realitäts-Konstruktions-Dings, das sollte lieber ein Mann erfinden. Weibliche Wissenschaftler, das ist nicht glaubwürdig, das sollten lieber Assistentinnen sein. Und die eine ein bisschen bi. Lassen Sie dafür die Physik weg, diese Experimente und so.«
Ich: »Wie kann der Leser nachvollziehen, was vorgeht, wenn er die technische Herleitung nicht kennt? Nicht jeder hat Physik studiert, wie Sie selbst soeben feststellten.«
Lektorin: »Stimmt. Ja, dann lassen Sie die kursiven Einschübe weg. Das habe ich eh nicht verstanden. Da schreibt eine der Hauptfiguren ein Buch, in dem die Geschichte von Lepleja steht, stellt es seinem anderen Ich in einer anderen Realität ins Regal, damit dieses andere Ich es findet?«
Ich: »So ähnlich. Gray ist der Einzige, der die zersplitterte Realität als Ganzes überblicken kann, ohne wahnsinnig zu werden. Daraus erwächst ja seine innige Beziehung mit Ellie, die unwissentlich als Avatarin fungiert.«
Lektorin: »Wir müssten halt den Umfang auf die Hälfte einkürzen, unter 600.000 Zeichen.«
Ich: »Äh, bitte?«
Lektorin: »Ja, das wird ganz toll, ich seh das richtig vor mir! Und dann präsentieren wie Sie als unseren weiblichen Frank Schätzing!«

Diese finale Drohung wirkt. Ganz professionell, höflich, ohne jemandem wehzutun oder Möbel umzuschubsen, gehe ich. Im ICE nach Hause schimpfen meine Protagonisten mit mir. Ich musste ihnen versprechen, sie nie wieder zu Leuten mitzunehmen, die mich allen Ernstes für Schätzing mit XX-Chromosom halten. Oder Philip K. Dick für einen Pornostar.

Nach zwei weiteren, ähnlich ulkigen Meetings entschied ich mich, LEPLEJA nicht bei einem der angepeilten vier Großverlage zu veröffentlichen, sondern lieber einem kleineren, unabhängigen Verlag den Vorzug zu geben. Und weil ja in jedem noch so bescheuerten Feedback ein Körnchen Wahrheit steckt, habe ich den Stoff noch einmal unter die Lupe genommen. Das tausendseitige Manuskript editiert, die Figuren klarer profiliert, die Story an einigen Stellen verständlicher gestaltet, an anderen Stellen dafür den Erklärbären rausgenommen (ja, das war in der Zeit, in der ich nicht ans Telefon ging;-) und nun … ist es fertig.

»Ihr Traum ist uns Befehl! Werden Sie Schöpfer und Geschöpf einer Welt, die bis ins Detail Ihren persönlichen Wünschen entspricht!«

Kathrin Elfman LEPLEJA
2013 im Verlag King of Fools EUR 16,90

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